Nach mehreren Prüfungen ohne einen einzigen Stern liefert Ariel an Tag 5 endlich ab: vier Sterne aus dem düsteren „Dschungelprüfungs-Bähro“. Doch während die Schweizerin unter der Erde gegen Schlangen, Echsen und die eigene Panik kämpft, zerlegt sich das Camp in einer offenen Lästerrunde, und Stephen Dürr spricht über seinen Herzstillstand nach einem Alkoholabsturz. Alles zu Folge 5 von „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ 2026, ausgestrahlt am 27. Januar 2026 bei RTL.
- Ariel holt in der Prüfung „Dschungelprüfungs-Bähro“ 4 von 12 Sternen: ihre ersten überhaupt in dieser Staffel.
- Im Camp eskaliert eine Lästerrunde: Simone Ballack, Patrick Romer, Eva Benetatou und Hardy Krüger jr. ziehen offen über Ariel her.
- Ariel konfrontiert die Gruppe lautstark am Lagerfeuer („Es ist räudig, wie ihr da oben lästert“).
- Samira Yavuz bleibt als Einzige neutral und versucht zu vermitteln.
- Stephen Dürr erzählt von seinem Alkoholabsturz mit Herzstillstand, Umut Tekin öffnet sich über seine Bindungsangst.
- Niemand scheidet aus: Das Voting über den Auszug startete erst später.
Zum wiederholten Mal nominiert: Die Zuschauer schicken Ariel ins „Dschungelprüfungs-Bähro“
Es war das Muster der ersten Staffelwoche: Wenn die Zuschauer über die Dschungelprüfung abstimmen durften, fiel die Wahl auf Ariel. Auch an Tag 5 traf es die 22-jährige Schweizerin wieder, diesmal allerdings allein, ohne Team-Partner. Genau daran war an Tag 4 die Prüfung „Kotzella-Festival“ gescheitert: Ariel hatte sich geweigert, mit Eva und Gil anzutreten, das Camp ging leer aus.
Die Ausgangslage war denkbar schlecht: Ariel stand bei null Sternen, das Camp hungerte seit Tagen bei Reis und Bohnen, und die Stimmung gegen die Schweizerin wurde immer giftiger. Noch eine Verweigerung, und sie wäre im Camp endgültig isoliert gewesen.
Das „Dschungelprüfungs-Bähro“ entpuppte sich als düsteres, unterirdisches Labyrinth aus mehreren dunklen Kammern, gefüllt mit Fleischabfällen, Müll und reichlich Dschungeltieren. Zwölf Minuten Zeit, zwölf Sterne maximal, ein Stern pro gemeisterter Aufgabe. Schon beim Start war Ariel die Angst deutlich anzumerken. „Mir kann nix passieren?“, fragte sie unsicher in Richtung der Moderatoren. „Dir kann nix passieren“, beruhigten Sonja Zietlow und Jan Köppen.
Der Kampf durch die Kammern
Vorsichtig knotete Ariel den ersten Stern ab. Doch schon im nächsten Raum wurde es brenzlig: Vor einem Glaskasten mit Echsen zögerte sie lange. „Beißen die?“, wollte sie wissen. „Die beißen nicht! Deine Zeit läuft, Ariel“, mahnte Jan Köppen. In einer Kammer voller Schlangen wurde sie zunehmend nervöser. „Was macht die Schlange?“, fragte sie panisch, als sich eines der Tiere in ihre Richtung bewegte. „Sie riecht dich mit der Zunge“, erklärte Sonja Zietlow trocken. Trotz allem schraubte Ariel ihren dritten Stern ab, aus einer Kommode, in der eine Schlange lag.
Der Gestank der Fleischabfälle im nächsten Raum raubte ihr fast den Rest ihres Mutes. Doch obwohl ihr Schaben und Kakerlaken über den Rücken krabbelten, sicherte sie sich noch einen vierten Stern. Dann wurde die Zeit knapp, die Orientierung im dunklen Labyrinth schwand, und kurz vor Ablauf der zwölf Minuten flüchtete Ariel aus dem Prüfungsort.
Vier von zwölf Sternen: nicht perfekt, aber ein Durchbruch
Vier von zwölf Sternen klingen überschaubar. Für Ariel waren sie eine kleine Revolution: die ersten Sterne überhaupt nach mehreren Null-Nummern. Auf dem Rückweg war ihr die Genugtuung anzuhören: „Jetzt habe ich es denen bewiesen, mir bewiesen und auch den Leuten da draußen, die nicht an mich glauben und denken, ich kann nur rumschreien. Ich kann nämlich auch schreien und Sterne holen.“
Im Camp war die Freude entsprechend groß: Vier Sterne bedeuteten vier Portionen Essen, endlich mehr als Reis und Bohnen. Wie sehr der Hunger schon an allen zehrte, brachte Hardy Krüger jr. auf den Punkt: Der Körper fahre runter, die Psyche leide. Selbst die schärfsten Kritiker mussten an diesem Abend anerkennen: Ariel hat geliefert.
Die Lästerrunde: Simone, Patrick, Eva und Hardy gegen Ariel
Doch bevor Ariel zur Prüfung aufbrach, hatte sich die Stimmung im Camp bereits entladen. Nach dem geplatzten „Kotzella-Festival“ suchte sich der Frust ein Ventil: eine offene Lästerrunde, so laut geführt, dass sie kaum jemandem im Camp entgehen konnte.
Von der höchsten Position im Camp aus ließen Simone Ballack und Patrick Romer ihren Gefühlen freien Lauf. „Sie pikst jeden an“, sagte Simone über Ariel. Patrick legte nach: „Sie beleidigt jeden die ganze Zeit. Aber die persönliche Grenze von anderen? Die ist ihr egal! Sie ist ein egozentrischer Mensch.“ Als Eva Benetatou dazustieß, riet Simone ihr knapp: „Du musst sie ignorieren.“
Auch Hardy Krüger jr. gesellte sich zu der Runde. Eva schilderte ihre Sicht auf die Camp-Kollegin: „Die erwartet, dass wir alle ohne Gefühle und Emotionen sind. Sie darfst du niemals angreifen, sonst bist du die größte Schande.“ Patrick ergänzte: „Dann stellt sie sich gleich wieder in die Opferrolle.“ Und Simone wurde noch deutlicher: „Die ist eiskalt berechnend. Du musst bei ihr aus der Schussbahn gehen. Ich habe keinen Bock, mit der Krieg zu bekommen.“
Ariel konfrontiert die Gruppe
Das Problem an einer Lästerrunde in Hörweite: Das Objekt der Kritik bekommt sie mit. Am Lagerfeuer stieß Ariel Samira an: „Schau, wie die lästern.“ Im Dschungeltelefon legte sie nach: „Eva zieht gerade alle auf ihre Seite und redet davon, sie sei reifer und weiser. Dann sollte sie wissen, dass man als Gruppe nicht offensichtlich laut über jemanden ablästert.“
Schließlich platzte ihr der Kragen. Sie konfrontierte Simone direkt: „Es ist räudig, wie ihr da oben lästert. Vier erwachsene Leute!“ Simone rief zurück: „Es ist schwer, mit dir zu reden.“ Ariel wurde lauter: „Ich finde es beschämend, was ihr macht.“ Sie forderte die Gruppe auf, Kritik direkt an sie zu richten, statt hinter ihrem Rücken zu reden. Als Eva später dazukam, eskalierte der Streit erneut, und Ariel forderte lautstark Respekt ein.
Unter Tränen erklärte Ariel in dieser Folge auch erstmals, warum sie die Team-Prüfung am Vortag abgebrochen hatte: Aussagen über ihr Kind seien für sie eine persönliche Grenze. Mit Samira sprach sie zudem über den Tod ihres Vaters, ihre Tochter und ihr Gefühl, im Camp ausgegrenzt zu werden.
Samira Yavuz: die einzige Vermittlerin
Während sich das Camp in zwei Lager spaltete, blieb Samira Yavuz als Einzige zwischen den Fronten. Sie fand es nicht in Ordnung, dass derart offen über Ariel gelästert wurde, suchte das Gespräch mit beiden Seiten und versuchte, die Wogen zu glätten.
Eine undankbare Rolle in einer Gruppe, deren Ton von Tag zu Tag rauer wurde. Rückblickend zahlte sich Samiras besonnene Art aus: Sie stand am Ende im Finale und wurde hinter Dschungelkönig Gil Ofarim Zweite.
Stille Momente: Stephen und Umut öffnen sich
Abseits des Ariel-Dramas lieferte Folge 5 zwei der intimsten Gespräche der gesamten Staffel. Stephen Dürr erzählte von der dunkelsten Phase seines Lebens: Zwei Jahre habe er in einer Depression gesteckt, die in einem schweren Alkoholabsturz gipfelte. Bei einer Feier seiner damaligen Serie „In aller Freundschaft“ habe er 3,4 Promille im Blut gehabt, sein Herz habe ausgesetzt, zweimal habe er mit dem Defibrillator wiederbelebt werden müssen. Eine Nahtoderfahrung, die den Schauspieler bis heute prägt.
Auch Umut Tekin zeigte eine ungewohnt verletzliche Seite. Im Gespräch mit Stephen sprach er über seine Bindungsangst, das schwierige Verhältnis zu seinem Vater und seinen Familienwunsch: „Ich fühle mich kompliziert. Das möchte ich nicht sein. Ich hab immer Beziehungen beendet und wusste nie, wo das Problem liegt. Es gibt Menschen, die sich emotional distanzieren.“ Er wolle an sich arbeiten und irgendwann Kinder haben. Ein nachdenklicher Moment von einem Kandidaten, der bis dahin eher als Krawallmacher aufgefallen war.
Tag 5 im Rückblick: Wendepunkt für Ariel, Vorbote für den Rest der Staffel
Aus heutiger Sicht, nach dem Staffelfinale am 8. Februar 2026, lässt sich Tag 5 gut einordnen: Es war der Tag, an dem Ariel das Blatt zumindest teilweise wendete. Die Zuschauer wählten sie zwar weiterhin mit Ausdauer in die Prüfungen (insgesamt acht Mal, öfter als alle außer dem späteren Dschungelkönig Gil Ofarim mit neun Einsätzen), doch die Erzählung von der reinen Verweigerin war ab diesem Abend passé. Am Ende belegte Ariel Platz 6.
Auch die Lästerrunde von Tag 5 war ein Vorbote: Der Konflikt zwischen Ariel und dem Lager um Eva, Simone und Patrick blieb ein Dauerthema der Staffel. Interessant im Rückblick: Ausgerechnet Eva Benetatou flog als Erste des Läster-Quartetts aus dem Camp (Platz 8), während Simone Ballack und Patrick Romer es bis kurz vor das Finale schafften. Und Gil Ofarim, an Tag 5 noch eher Nebenfigur, arbeitete sich mit seiner Prüfungsbilanz Stück für Stück zur Dschungelkrone vor.
Die Zuschauer wählten erneut Ariel in die Prüfung. Im „Dschungelprüfungs-Bähro“, einem dunklen unterirdischen Labyrinth mit Schlangen, Echsen und Kakerlaken, hatte sie zwölf Minuten Zeit für maximal zwölf Sterne.
Ariel erspielte 4 von 12 möglichen Sternen. Es waren ihre ersten Sterne der Staffel, nachdem alle vorherigen Prüfungen ohne einen einzigen Stern geendet hatten. Das Camp bekam dafür vier Portionen Essen.
Nein, an Tag 5 musste niemand das Camp verlassen. Das Zuschauer-Voting über den Auszug startete erst später: Als erste Kandidatin schied am 30. Januar 2026 Nicole Belstler-Boettcher aus.
Fazit
Tag 5 war die vielleicht vielschichtigste Folge der ersten Staffelwoche: eine Prüfung mit echtem Erlösungsmoment, ein Camp-Konflikt mit klaren Fronten und zwei persönliche Beichten, die man in dieser Tiefe im Dschungelcamp selten sieht. Ariel bewies, dass sie mehr kann als schreien und verweigern, auch wenn vier von zwölf Sternen keine Glanzleistung waren. Die Lästerrunde um Simone, Patrick, Eva und Hardy zeigte dagegen die hässliche Seite der Gruppendynamik, während sich Samira mit ihrer Vermittlerrolle früh für die Sympathien des Publikums empfahl.
Wer die Staffel komplett gesehen hat, weiß: Die an Tag 5 aufgerissenen Gräben schlossen sich nie ganz. Aber genau diese Mischung aus Drama, Ekel und ehrlichen Momenten machte die 19. Staffel zu einer der unterhaltsamsten der letzten Jahre. Und richtig zu zünden begann sie an genau diesem fünften Tag.
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